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Der Ackermann und der Tod: Ein Musikdrama nach Johannes Tepl
48:53

Der Ackermann und der Tod: Ein Musikdrama nach Johannes Tepl

"Arrangiert als Musikdrama mit Klavier- und Orgelimprovisationen von Janita-Madeleine Schulte und Mirjam Laetitia Haag Finalisten des Ideenwettbewerbs Stuttgart: Finale am 6.12.2021 Wir freuen uns über Ihr persönliches Feedback! Tod – wer bist du? Warum gibt es dich? Früher oder später befasst sich jeder von uns mit dem Tod. In diesem Projekt wollen wir uns musikalisch an dieses Thema herantasten. Ausgangspunkt ist das literarische Werk von Johannes von Tepl „Der Ackermann und der Tod“. Dabei handelt es sich um ein Streitgespräch zwischen einem Bauern und dem Tod, das zum Nachdenken über das Leben und Sterben einlädt. Die Musikerinnen Mirjam Haag und Janita-Madeleine Schulte werden diese Auseinandersetzung musikalisch improvisierend an Orgel und Klavier umsetzen und diesen gemeinsam mit den Sprecherkünstlern der HMDK Stuttgart lebendig werden lassen. Eine Besonderheit wird die Interpretation der verstorbenen Frau durch Schattentanz von Elisa Flöß darstellen. Freuen Sie sich auf ein einzigartiges, tiefgehendes musikalisches Erlebnis! Stimmen aus dem Publikum: "Es blieb nicht beim Ansehen und Anhören, ich habe es miterlebt, bin tief berührt. Ihr habt die alte Geschichte des Ackermanns von Böhmen aufgenommen, ein Thema, das uns alle angeht, und es ist Euch gelungen, ein berührendes, tiefgehendes Werk zu schaffen." "Eigentlich bin ich noch viel zu benommen, mitgenommen, um Dir jetzt ein Feedback mit Hand und Fuß zu geben. Lediglich mein Herz sagt, dass ich schwer beeindruckt bin. Von den Stimmen, den Übergängen, dem Ineinander und dann auch wieder den solistischen Teilen, die filmische Umsetzung für einen so geschmeidigen Ablauf und natürlich von Eurer Musik." "Die beiden Sprecher, die sehr gekonnt den „Streit“ ausfechten, schaffen es, uns alle mit der eigenen Vergänglichkeit zu konfrontieren. Die „Schattenspiele“ ermöglichen eine Ruhe und sind ein zusätzliches sinnliches Erlebnis. Euer Spiel am Klavier und der Orgel sind fantastisch. Mir scheint, es gelinge Euch mit Eurem virtuosen Spiel, der Aussage zusätzliche Tiefe zu geben." "Ich bin tief beeindruckt und total begeistert. Abgesehen von den Texten, die ja so einiges zum Nachdenken liefern, fand ich - neben der Musikimprovisation von euch beiden - das Zusammenwirken von euch als Gruppe sehr beachtlich. Ich wünsch euch ganz viel Freude und Erfolg mit weiteren Aufführungen und evtl neuen Projekten. Ich denke, ihr seid da einer sehr besonderen und lohnenswerten Idee auf der Spur." Eine kleine Review zum Konzert: Alle, die die Premiere dieses Werkes miterlebt haben, sind wohl stark beeindruckt, einerseits von der alten Geschichte, die alle angeht und auffordert, über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken. Die beiden Musikerinnen an Klavier und Orgel begeisterten mit ihren virtuosen Improvisationen, die Sprechkünstler führten das Streitgespräch zwischen Ackermann und Tod sehr eindrücklich und eine Besonderheit war die Interpretation der verstorbenen Frau durch Schattentanz. Es ist den jungen Künstlern gelungen, mit wenig Mitteln ein Werk zu schaffen, das viele Sinne anspricht. Musik und Tanz geben der Aussage eine zusätzliche Tiefe. Ein besonderer Genuss sind die Improvisationen der beiden Musikerinnen, die optimal miteinander harmonieren. Die Zuhörenden erleben liebliche, harmonische, aber auch schrille, aufputschende Sequenzen, genau wie sie zum Text passen. Es ist zu hoffen, dass viele sich von diesem Werk ansprechen lassen und es zu vielen weiteren Aufführungen in der Zukunft kommen kann. (Max Feigenwinter) Gewidmet ist dieses Projekt allen Mitgliedern der Ackermann-Gemeinde. Die Ackermann-Gemeinde sieht es als ihre Hauptaufgabe zur Verständigung und Versöhnung von Deutschen und Tschechen beizutragen, Begegnungen und Gespräche zu ermöglichen und die gemeinsame Kultur mit den Nachbarn zu pflegen. Diese Gemeinschaft von Deutschen aus Böhmen und Mähren wurde am 13. Januar 1946 in München gegründet; sie hat den Namen des berühmten Werkes des spätmittelalterlichen Notars und Dichters Johannes von Saaz „Der Ackermann aus Böhmen“ angenommen. Das Ringen mit dem Tod und zugleich mit Gott prägt dieses Streitgespräch… Vielen Dank an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben: Janita Schulte (Klavierimprovisation, https://www.janita-madeleine-schulte.de) Mirjam Haag (Orgelimprovisation, https://www.mirjamlaetitiahaag.de) Emilian Tersek und Berenike Beckhaus (Sprechkunst) Elisa Flöß (Tanz) Kilian Brunner und Dorian Oppitz (Filmtechnische Umsetzung) Rainer Bendel (Leiter der Ackermann-Gemeinde Stuttgart) Verwaltung der HMDK Stuttgart ( Nutzung des Konzertsaals) Interesse an einer Aufführung von uns bei Ihnen im Herbst 2022 oder Februar 2023? Gerne können Sie uns per Mail (janita.madeleine@gmail.com oder mirjam.haag22@gmail.com) kontaktieren.
Max Reger, Fantasie über BACH, Op. 43/1
09:08

Max Reger, Fantasie über BACH, Op. 43/1

Gesprächskonzert: Fantasie und Fuge: Nr.7 Recorded for the XXIII Festival Internacional de Organo Antiguo "Guillermo Pinto Reyes" in Guanajuato, Mexico. Die Form der Fantasie und Fuge inspiriert/e Musiker*innen über die Epochen hinweg. Mit J.S. Bachs Fantasie und Fuge in g-Moll (BWV 542), einer improvisierten Fantasie und Fuge über den Namen HAAG, sowie Regers Fantasie und Fuge über den Namen BACH (op. 46) soll die Vielfalt und der musikalische Reichtum dieser Formen aufzeigt werden. Kurze Gesprächsbeiträge umrahmen die Musik, in denen die Künstlerin selbst ebenso wie die beiden gespielten Orgeln (Gruol-Link-Orgel Rommelshausen, Klais-Orgel Stadtkirche Ludwigsburg) porträtiert werden. Das Konzert ist auch insofern etwas Besonderes, da es seine Premiere im Orgelfestival Guanajuato in Mexiko gefunden hat, welches online gestreamt wurde. Da die Produktion dieses Konzerts unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit und Unmengen an Energie erforderte, freue ich mich, wenn Sie dieses Konzert an viele Menschen weiterschenken und – falls es Ihnen möglich ist – auch eine Spende für die Hauptfigur des Konzertes, die denkmalgeschützte Gruol-Link-Orgel der Mauritiuskirche Rommelshausen machen würden. Gerade in gesangsarmen Zeiten wie diesen wird uns die Bedeutung der Orgel besonders bewusst: Sie ermöglicht, dass ein ganzes Orchester an Instrumenten (ohne Corona-Verstöße 😉) zugleich musizieren kann und eröffnet ein großes Spektrum an musikalischen Möglichkeiten für Konzert und Gottesdienst. Allerdings ist die Orgel auch eines der teuersten Instrumente und wir sind auf finanzielle Unterstützung zum Erhalt dieses Schatzes angewiesen. Mit diesem Projekt möchte ich auch meine Idee des „Flexi-Konzerts“ ausprobieren, welches vielbeschäftigten Menschen ermöglicht, das Konzert nur teilweise bzw. in Etappen anzuschauen und bestimmte Teile des Konzertes unkompliziert wieder zu finden. Vielleicht entdecken Sie auch einen Abschnitt, der Ihnen besonders gefällt und den Sie mehrmals hören wollen oder Sie sind nur an den Hintergrundinformationen zu den porträtierten Orgeln in Rommelshausen bzw. in der Stadtkirche Ludwigsburg interessiert? Das Konzert ist als eine zusammenhängende Playlist der einzelnen Beiträge konzipiert und ermöglicht Ihnen somit maximale Flexibilität …. Ihre Mirjam Haag Spendenkonto: Evangelische Gesamtkirchengemeinde Kernen Kreissparkasse Waiblingen IBAN: DE 74 6025 0010 0000 2060 17 BIC: SOLADES1WBN Verwendungszweck: Orgel Mauritiuskirche
Marcel Dupré (1886-1971), Symphonie-Passion, op.23: Le Monde dans l´attente du Sauveur.
07:57

Marcel Dupré (1886-1971), Symphonie-Passion, op.23: Le Monde dans l´attente du Sauveur.

Marcel Dupré war am Pariser Conservatoire unter anderem Schüler von Louis Vierne und somit ein Vertreter schon der dritten Komponistengeneration, die für die orchestral disponierten Instrumente Cavaillé-Colls (den Dupré als kleiner Junge sogar noch persönlich kennenlernen konnte) aus der Tradition der Improvisation heraus Werke schrieb, die im Repertoire bis heute als unverzichtbare Meilensteine gelten. Die Eleven genossen an den Konservatorien eine exzellente Ausbildung und konzertierten nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee, und brachten dahin auch ihre Improvisationskunst mit: Dupré pflegte als letzten Teil eines Orgelkonzerts über gegebene Themen zu improvisieren – so wie es auch heute noch insbesondere die französischen Konzertorganisten zu tun pflegen. So auch am 8. Dezember 1921, als er an der Wanamaker Orgel in Philadelphia ein Rezital gab. Zur Abschlussimprovisation wurden ihm vier verschiedene Choralthemen vorgelegt: Jesus, Redemptor omnium; Adeste fidelis; Stabat Mater und Adoro te – Themen, die für Dupré Stationen von Jesu Leben widerspiegelten. Basierend auf seiner damaligen Improvisation komponierte Dupré die viersätzige Symphonie-Passion, in der die Dramaturgie der halbstündigen Musik das Erwarten des Messias, dessen Geburt, sein Leiden und Sterben sowie seine Auferstehung nachzeichnet. Dabei gehen die vielen klanglichen Möglichkeiten der Orgel eine hochvirtuose Verbindung mit Duprés Kompositionsstil ein: Der erste erwartungsvolle Satz „Le Monde attend le Sauveur“ illustriert das rastlose Suchen mit aufwühlenden Taktwechseln; klangliche Steigerung und synkopische Akkordeinwürfe zeigen Unvorhersehbarkeit und Unsicherheit. Nur kurz bringt die Choralmelodie zu Jesus, Redemptor omnium mit der Oboe vorgetragen scheinbare Beruhigung, doch das innere Drängen kommt durch Mittelstimme und Pedal sowie kanonische Techniken nie zur Ruhe. Stattdessen gibt die Steigerung ins bombastische Finale bereits einen Ausblick auf den letzten Satz. An Krippendarstellungen angelehnt zeichnet auch die „Nativité“ als zweiter Satz eine pastorale Szene. Die chromatischen Melodien stellen aber eine Besonderheit abseits der sonst so üblichen sanglichen Idylle dar. Die Heiligen Drei Könige ziehen hörbar in einem schreiten-den Bassmotiv mit ihrem Tross zum Tempo di marcia moderato zur Krippe. Dort beten sie den neugeborenen Messias an – Adeste fideles. Die erneute kanonische Durchführung zwischen Sopran und der Oberstimme des Doppelpedals verdeutlich einmal mehr Duprés orchestrale Kompositionsweise, ehe die Hirten und Könige den Heimweg antreten. Düster ist die Stimmung hingegen im dritten Satz, „Crucifixion“. Choralfetzen des Stabat mater bilden das melodische Grundgerüst, in dessen fataler Registration der Aufstieg nach Golgotha dramatisch inszeniert wird. Penetrante Ostinati machen die Beklemmung spürbar, das Grauen und der Schmerz der Kreuzigung werden beinahe körperlich spürbar: Hammerschläge, Schreie, kraftloses Zusammensinken und erstickte Seufzer. Nach den verzweifelt-leise verklingenden Klagen unter dem Kreuz erwächst nach der Grabesruhe im abschließenden Satz „Résurrection“ der eucharistische Anbetungschoral Adoro te devote. Vom leisen Aufschimmern zwischen Flötenfiguren ausgehend, im Kanon durchgeführt, erstrahlt nach und nach das Osterlicht und mündet musikalisch in eine Toccata, welche von Lebendigkeit und rhythmischen Überraschungen geprägt ist. In der strahlenden Auferstehungstonart D-Dur kommt Duprés Symphonie-Passion zu einem triumphierenden und hoffnungsvollen Ende. (jb). Performed on the Rieger Concert Organ (1996, IV/80) at the Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart, Germany.
Free Improvisation on "Die Nacht ist vorgedrungen"
04:48
Praeludium und Fuga im Buxtehude-Stil über "Nun danket alle Gott" (GL 405)
06:20

Praeludium und Fuga im Buxtehude-Stil über "Nun danket alle Gott" (GL 405)

Live im Improvisationskonzert am 3.10.21 nach folgendem vorgetragenem Text: Erinnern Sie sich an die Nacht, in der die Mauer fiel? Unglaubliche Szenen spielten sich vor unseren Augen ab. In Berlin begrüßten jubelnde Westberliner die Ostberliner in ihren Trabbis mit Applaus, Sekt und Umarmungen. In den Tagen danach kletterten besonders Mutige hoch auf den breiten Mauerabschnitt am Brandenburger Tor. Dort oben wurde gemeinsam gefeiert, gejubelt und getanzt. Inmitten all des Trubels stand auch ein einzelner Mann auf der Mauer. Der ließ sich nicht von dem lärmenden Jubel um sich herum beirren und spielte einen alten Choral, ein Glaubenslied. Er hatte begriffen, dass in dieser Nacht etwas Unglaubliches geschehen war. Eine Revolution ohne Blutvergießen. Diese Revolution der Kerzen und Gebete war von Kirchen in der DDR ausgegangen. Sie hatte die Straßen erobert und jetzt den Sieg gegen Diktatur und Gewalt geschafft. Beharrlich und unerschrocken hatten viele mutige Menschen in der DDR ihren Beitrag dazu geleistet. Für die mutigen Kerzenträger aus den Kirchen hatte Gott seinen Segen dazu gegeben und so das Wunder erst möglich gemacht. „Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen“. Dieses Danklied sang er, weil damals das scheinbar Unmögliche möglich wurde. (Aus: https://die-kirche.de/news-detail/nachricht/lieder-der-friedlichen-revolution.html?tx_news_pi1%5BbackPid%5D=20397&cHash=5fe5ea308435af734ca292876ecb8578) Und hier noch eine kleine Review zum gesamten Konzert: Zum Gedenktag der Wiedervereinigung lud die Evangelische Kirchengemeinde Stetten am Sonntag 3.Oktober zu einem Improvisationskonzert in die Evangelische Kirche St.Maria und St.Veit ein. Mirjam Haag, Kirchenmusikerin aus Stetten, brachte an der Orgel Improvisationen zu Gehör. Selten konnte man die - primär für Barockmusik ausgelegte –Orgel der Stettener Kirche in so vielen Farben strahlen hören. Manches der vielen Register dürfte erstmals nach langer Zeit wieder gezogen worden sein. Mirjam Haag verstand es meisterhaft und mit schier unerschöpflicher musikalischer Phantasie, die Hörerinnen und Hörer durch die verschiedensten Epochen, Musikstile und Gattungen improvisierend mitzunehmen,- von der Toccata des Barock über das Volkslied der Romantik bis zum Jazz der Moderne. Zusammen mit der Violinistin Franziska Bubeck ließ Sie – nun am Cembalo- auch noch zwei Originalwerke des Barock erklingen (Telemann und Schmelzer). Als gedanklicher Faden zog sich durch´s Programm der Dank für die Wiedervereinigung der lange getrennten deutschen Staaten, der Dank auch für die neue Freiheit, die viele dadurch gewonnen haben. Zwischen den Musikstücken erinnerten Texte aus der Zeit der Wiedervereinigung an diesen Meilenstein in der Geschichte unseres Landes. Auch betrachtete Mirjam Haag mit den Hörerinnen und Hörern ein Bild: Paul Klees „Die Revolution des Viaduktes“. Bunte Brücken-Stützen bekommen plötzlich Füße. U.a. sah sie darin die Segmente der Berliner Mauer, die sich in der Folge der Friedlichen Revolution auf den Weg machten und -hoffentlich für immer- verschwanden. (Autenrieth)
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